Mittwoch, 8. November 2017

Holzfällerhemd...

Für den Oktober stand bei meiner Mini-Garderobe die Bluse an. Allerdings war im Oktober so viel los und mir fehlte die nötige Ruhe um ein so aufwendiges Projekt anzugehen. Zumal ich dafür einen Karo-Flanell-Stoff vorgesehen hatte...


Und bei Karos ist es wie bei Streifen- der Ergeiz ist geweckt...


Am Rumpf ist der lief es gut, nur bei den Ärmeln scheint die Konzentration nachgelassen zu haben...


Naja, was solls - da hätte es eh nur entweder vorne oder hinten gepasst... Jetzt passt es weder vorne noch hinten richtig, aber Perfektion ist eh langweilig ;-)


Wichtig war mir, dass es an den Schultern, Seiten und vorallem an der verdeckten Knopfleiste passt. Denn die verdeckte Knopfleiste war mit ein Grund warum ich mich wieder für Mélilot von Deer & Doe entscheiden habe. Das mag ich einfach total gerne...


Dann ist die Bluse an sich schon relativ lange konzipiert, so dass sie sich wunderbar für den Layering Look eignet

Und hinten ist sie ja noch länger geschnitten und lugt noch weiter hervor...


Ein weiterer Grund war die pure Faulheit. Nach dem Schnitt hatte ich ja schon meine kurzärmlige gelbe Stehkragenbluse genäht. Sprich 2/3 war schon abgepaust und der Schnitt mit einer SBA angepasst. Es fehlten im Prinzip nur noch Kragen und die Ärmel mit Manschetten. Die Ärmel habe ich übrigens um 6 cm verlängert (4cm sind eigentlich meine Standardverlängerung wegen Affenarmen). Ich finde die Länge so genau richtig.


Sollte euer Ärmel zu kurz geraten sein, habt ihr noch ein wenig Luft bei der Manschette. Die ist mit 4 cm eher schmal und wird, wie alle anderen Schnittteile auch, mit 1,5cm Nahtzugabe genäht. Solltet ihr also das Schnitteil schon zugeschnitten haben und kein Stoff mehr übrig, könnt ihr hier noch 1-2 cm abknapsen. Das ist ja das was in der Regel fehlt... Oder eben direkt eine breitere Manschette.

Die Manschetten sind übrigens ziemlich eng und ich habe schmale Handgelenke... Deshalb messt unbedingt den Handgelenkumfang und vergleicht es mit dem Schnittteil.
Da der Ärmel an der Manschette in drei Falten gelegt wird - zwei auf der einen Seite des Schlitzes, einer auf der anderen Seite, habt ihr auch hier etwas Spiel...


Eigentlich bin ich mit der Bluse recht zu frieden. Eigentlich.
Denn soviel kontrastreiches Muster ist für mich ungewohnt und sie ist doch derber geworden als erhofft. Ich hatte gehofft mit dem gerundeten Kragen, dem stark gerundeten Saum, der leichten Taillierung und nicht zuletzt der verdeckten Knopfleiste dem entgegen zu wirken...


Aber vorallem machen die überschnittenen Schultern in Kombination mit dem durchlaufenden Karos meine Schultern noch breiter als sie eh schon sind...
Also falls ihr A-Typen seid und eure Schultern optisch verbreitern wollt, wisst ihr jetzt wie es geht...
Bei einem neuen Karohemd würde ich auf einen Hemdenschnitt mit angesetzten Ärmeln, ohne Abnäher, dafür mit Rückenpasse zurückgreifen, und diese diagonal setzten... Das erspart einem übrigens auch einiges getüftel beim Zuschnitt...


Ich werde dem Hemd trotzdem eine Chance geben. Einerseits weil es viel Arbeit war, aber auch weil es sich angenehm trägt. Und mit Pulli oder Strickjacke drüber, verschwindet auch das breite Kreuz und das Muster ist dosierter...
Und es fügt sich erstaunlich gut in meine Garderobe ein. Am Tag des Shootings hatte ich es mit meiner Girlfriends aus dem Mini-Garderobenprojekt, einen dünnen petrolfarbenen Pulli und meinen sandfarbenen Wind-und Wetterparka kombiniert. Funktioniert wunderbar.


Gut hat mir übrigens auch die gestrige Kombination zu meiner hellbraunen LudwigLässig, dunkelbraunen langen Strickjacke und meinem roten Walk-Doufflecoat gefallen. Leider ohne Foto.
Vielleicht erschleicht sich die Bluse über den Kuschel- und Kombinierbarkeitsfaktor doch noch einen Platz in meiner Lieblings-Liste. Wer weiß...


Noch zwei Teile fehlen um meine Mini-Garderobe komplett zu machen... Heute Abend aktiviere ich auch endlich den November Link und bebildere eure Oktoberprojekte. Ich gelobe Besserung für den Endspurt...

Verlinkt mit: MemadeMittwoch, AfterWorkSewing, #ichnähmirmeineminingarderobe2017
Schnitt: Mélilot, Deer & Doe
Stoff: Flanell vom Karstadt

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Cardigan Frollein...

Ich mag ja durchaus aufwenigere Sachen. Mit tüfteln und innenschön und so. Aber hin und wieder bin ich auch für ne schnelle Nummer zu haben. Und das Cardigan Frollein ist so eine schnelle Nummer.... Eine richtig schnelle! Vom Anschmeißen des Druckers bis damit vor die Haustür gehen in 45 min. Das ist kaum zu toppen, oder?


Für das erste Freebook von mojoanma benötigt man etwa 1m x volle Breite Jersey, Jaquard, Strick, Sweat o.ä.  In meinem Fall ist es ein ganz feiner, ultra leichter grauer Strick vom Stoffmarkt.


Der Stoff wird gefaltet und mit Hilfe zweier Negativschablonen der Halsausschnitt und die Ärmel erstellt. Dann noch einmal richtig zusammen legen, die Ärmelnähte schließen und fertig. Oder die Ausschnitte noch säumen / einfassen / raffen oder was sonst gefällt. Ich habe mich für die Minimalst-Version, also ohne alles entschieden... Das mag ich momentan total gerne...


Schön schmal an den Unterarmen (wobei die Breite von jedem selbst bestimmt wird) und dann aber eigentlich Fledermaus-Ärmel


Dank grau, ein wunderbarers Basis-Teil zum schnell überwerfen und easy zu kombinieren. Und da grau nicht gleich grau ist, gab's sogar für mich einen passenden warmen Grauton.


Hier im Vergleich ein kühles und ein neutral-graues T-Shirt. Mein Cardigan Frollien in dem warmen grau und mein beiges Herzstück.

Also falls ihr noch ganz schnell einen stylischen Cardigan braucht, schaut bei Anke vorbei. Ich bin sicher, ihr werdet ähnlich begeistert sein wie die Probenähtruppe...

Verlinkt mit RUMS, #12coloursofhandmadefashion
Schnitt: Cardigan Frollein, Mojoanma
Stoff: 1m, Fein-Strick vom Stoffmarkt

Dienstag, 24. Oktober 2017

bunt...

Kennt ihr die Antwort des Äffchens auf die Frage nach seiner Lieblingsfarbe? - "bunt. Nur schwarz, grau, braun und helles lila nicht", antwortet er.
Anfangs fand ich die Antwort unbefriedigend, aber desto länger ich darüber nachdachte, desto mehr musste ich erkennen, dass es typisch er ist. So hat er auch nicht "den einen" Freund(in), sondern viele. Oder das absolute Lieblingsspiel, sondern er hat Spaß an Sport, Basteln und Lego gleichermaßen...


Um auf das Thema Farben zurück zu kommen- Die Natur um uns herum ist es auch "bunt" und oft gefällt es uns. Wie zum Beispiel ein bunter Regenbogen, die aktuellen Herbstlaubfarben oder das Gefieder eines Pfaus... Es wäre auch wirklich schade, wenn die Natur sich auf ein paar wenige Töne beschränkt hätte...Warum sollte sich also ein 5-Jähriger auf eine Farbe beschränken, wo es doch so viele schöne unterschiedliche Farben gibt?

So sehr ich "bunt" eigentlich mag, bei der Stoffauswahl des Äffchens ging mir als erstes- "Oh, wie bunt" durch den Kopf. Ich sah schon den Harlekin vor meinem inneren Auge rumhüpfen. Und dann glizerte es auch noch auf den pinken Flächen...
Auf dem folgenden Foto ist es zu erahnen. Mittlerweile ist der Glitzer zum Leidwesen des Äffchens völligst rausgewaschen.


Der bunte- immerhin grafisch gemusterte Stoff- musste auf jeden Fall mit etwas Uni kombiniert werden um den Clownseffekt entgegenzuwirken.
Am liebsten hätte ich schweinchenrosa gehabt. Aber alle zartrosanen Töne passten nicht. Daür hatte ich den perfekten pink Ton plötzlich in der Hand... Über schwarz, gelb oder blau habe ich ehrlich gesagt gar nicht nachgedacht. Für mich musste es rosa sein. Warum auch immer...


Über den Schnitt habe ich im Gegensatz zur Farbgestaltung schon länger überlegt und bin letztendlich bei "Steampunk" aus der Ottobre gelandet. Die Sattelärmel schienen mit perfekt um die beiden Stoffe zu kombinieren. Dann noch Fake-Covernähte (spricht links auf links versäubert und festgesteppt) in schwarz und anthrazithfarbene Bündchen und das absolute Lieblingsshirt des Äffchens war fertig.


Und auch ich bin von einem "oh- bunt!" zu einem "yeah-cool bunt" bei diesem Stoff umgeschwenkt...
Und ja, wenn er das Shirt trägt kommt natürlich hin und wieder von Fremden die Frage, ob das Äffchen nun jetzt Junge oder Mädchen sei. Egal was er sonst so dazu trägt. Es ist ja pink und bunt... ;-)
Aber da ich auch bei mir feststellen musste, dass ich bei rosa/lila an Kleinkindern automatisch davon ausgehe, dass es sich um ein Mädchen handelt, bin ich nachsichtig.

Auf den Fotos trägt das Äffchen übrigens die Faded Hozizon. Ebenfalls aus der Ottobre. In 98er  Breite und 110er Länge. Und wahrscheinlich nicht entsprechend Anleitung genäht. (ich habe nicht reingeschaut, da ich die englische Ausgabe erwischt habe...)


Grundsätzlich finde ich sie cool und vom Sitzt recht gut, aber mir ist die Leibhöhe hinten nicht hoch genug. Beim Kraxeln und Klettern offenbart sich oft genug ein Bauarbeiter-Dekollté. Das muss nicht sein. Ich suche also weiter nachdem perfekten (schmäleren) Jeans-Schnitt für normale, tendeziell schmalere Jungs. Vorschläge werden gerne entgegen genommen...


Verlinkt mit:
Menschen(s)kinder, CreaDienstag, Dienstagsdinge, Made4Boys
Schnitt: Steampunk, Ottobre 6/15, Faded Horizone, Ottobre 1/17
Stoffe: gemusterter Jersey ist ein Holland-Mitbringsel, fuchsiafarbener Jersey vom Karstadt

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Cape Donna...

Heute zeige ich euch ein Kleidungsstück, welches ich im Laden keine Beachtung geschenkt hätte.
Hätte das Cape/Jacke auf dem Bügel gehangen, wäre ich achtlos dran vorbei gegangen. Wenn eine Puppe damit eingekleidet gewesen wäre, hätte ich es vermutlich ganz cool gefunden, aber als modischen Schnickschnack empfunden und alleine schon wegen den 3/4-Ärmeln für mich ausgeschlossen. Und was mache ich? Ich nähe mir genau so ein Teil...


Und fühle mich sauwohl drin!

Anfangs hatte meine Donna lange Arme. Aber nachdem "lang" für mich zu kurz war, habe ich die Ärmel kurzer Hand auf 3/4 gekürzt. Hier auf dem Bild wirken die Ärmel etwas länger als sie tatsächlich sind, da ich das Cape offen trage.


Wenn ihr für euch die Langarm-Variante nähen wollt, dann messt eure Armlänge gut aus. Beim Probenähen stellte sich nämlich genau das als Problem heraus. Während die einen in den Ärmeln versackten, hätte es für die anderen ein paar Zentimeter länger sein können...


Für warme Hände, hat Donna tolle Paspeltaschen. Alternativ gibt es auch aufgesetzte Taschen. Vor denen braucht ihr keine Angst zu haben. Die sind wirklich toll erklärt. Und wenn ihr euch die Paspeltaschen doch nicht zu traut, oder sie nicht so gut zu eurem Stoff passen, gibt es auch die Möglichkeit der aufgesetzten Tasche im Ebook.

A propos Stoff - für Donna benötigt ihr einen voluminösen Stoff, der meiner Meinung nach dennoch recht weichfallen sollte. Meinen Stoff habe ich bei Karstadt gefunden. Es handelt sich um eine Wolle-Polymischung.


In das Grundgewebe ist ein flauschiges Garn eingewebt. Ich hoffe, der Stoff bleibt noch lange so wunderbar flauschig...

Donna hat übrigens auch eine kleine Kapuze.


Dadurch dass das Cape nicht gefüttert wird - auch nicht die Kapuze - sind die Nähte sichtbar.
Da ich den Stoff mit einem sehr gut passenden Overlockgarn versäubert habe, habe ich die Nähte ledglich abgesteppt. Wer es noch "ordentlicher" mag, kann die Naht entweder mit Schrägband einfassen oder mit Webband o.ä. abdecken...


Das gilt auch für den Reißverschluss, wenn das Cape / Jacke offen getragen wird.



Ich zu meiner beige-grauen Donna, wollte ich unbedingt einen kupferfarbenden Reißverschluss haben. Lang, beige/ grau, teilbar mit kupferfarbenen Zähnen scheint nicht gängig zu sein... Offline wurde ich nicht fündig und Online habe das halbe Internet durchsucht, bis ich endlich dass passende Teil hatte...


Viel mehr gibt es zu meiner Donna nicht zu sagen. Außer dass meine Donna das perfekte Überwerf-Ding für die letzten wunderbare goldenen Oktober-Tage war und ich gar nicht wusste, wie sehr ich so eine Oversize-Jacke mit 3/4-Ärmeln brauchte... Kennt ihr,oder?


Verlinkt mit RUMS,
Schnitt: Donna, Freuleins
Stoff: Karstadt, Woll-Polygemisch , Reißverschluss: Kurzwaren-Pfister, beige-grau mit Kupferzähne

Donnerstag, 28. September 2017

Driftless Cardigan...

Der Driftless Cardigan von Gainline Studio hat mir seit meiner ersten Begegnung mit ihm, bei Lena von Fantantisch, vor etwa 1 Jahr super gefallen. Ein Oversize-Cardigan mit überschnittenen Schultern und Eggshape-Form.


Das Schnittmuster war schnell gekauft. Und sogar schnell gedruckt und geklebt. Sogar der Stoff lag bereit. Und dann passierte erstmal... nichts...
Seit Februar lagen Stoff und Schnitt immer wieder auf meinem Nähtisch und verschwanden immer wieder unangetastet in der Kiste. Bis Selmin Orange als Monatsfarbe bei #12coloursofhandmadefashion auf rief...
Also schnell Schnitt und Stoff wieder hervor gekramt und noch einmal die Farbe gecheckt. Jawohl, das kann gut als Orange durchgehen. An der Webkante steht zwar was von "mustard", aber bei Lillestoff wird die Farbe mit Karamell angegeben. Das trifft es schon eher. Aber ich wollte es genau wissen und habe meinen (äh, den des Mannes) RAL-Farbfächer daneben gehalten. RAL 138. Oder in Worten: "abricot orange". Bingo!
Genäht war der Driftless Cardigan dann wieder recht schnell. Trotz der, für einen Cardigan, verhältnissmäßig vielen Schnittteile. Denn er hat auf etwa Hüfthöhe eine vertikale Unterteilung, die einmal rundherum geht. Durch dieses Naht entsteht die typische Eggshape-Form des Cardigans. Von hinten kann man es ganz gut erkennen...

In dieser Unterteilung sind auf der Vorderseite auch die Taschen eingelassen.


Diese werden übrigens mit einer Ovifadenraupe an dem Saum befestigt. Eigentlich ganz simpel und doch so effektiv...

Je nachdem wie fest der Stoff ist, fallen die Taschen mehr oder weniger auf. Bei mir mehr, da sie durch denn etwas labberigen Stoff, aufklaffen. Mich stört es aber nicht. Im Gegenteil.


Außerdem habe ich mich für den geteilten Saum in unterschiedlichen Höhen entschieden. Alternativ gibt es noch die Variante mit durchgängigem Saum.


Wenn der Cardigan geschlossen ist, fällt erst der tiefe, spitze V-Ausschnitt auf. Finde ich eigentlich ziemlich cool. Aber da ich keine passenden Knöpfe da hatte, wurde mir die Entscheidung abgenommen. Vorsichtshalber habe ich aber alle Kragenschnittteile mit Vliseline verstärkt. Da sind sie einerseite nicht so labberig und ich kann, wenn mir die passenden Köpfe begegnen, nachrüsten...


Hier sieht man übrigens noch einmal wie Oversize der Schnitt tatächlich ist. Nur die Ärmel sind schön eng. Da müsst ihr auf den angegebenen Armumfang achten, nicht dass es zu eng wird.



Darunter trage ich übrigens eine Betula. Völlig Basic. Mit kleinem Auschnitt, der im ersten Augenblick gewöhungsbedüftig ist. Sowohl optisch als auch vom Tragegefühl. Aber keine 5 Minuten und ich hatte mich an den Ausschnitt gewöhnt.


Für die erste Version habe ich die asymmetrische Variante ohne Bündchen gewählt. Die Schnitteile habe ich um 6cm verlängert zuzüglich Saum. Das entspricht den Zentimetern die ich größer als angegeben bin. Den Saum habe ich sich aufrollen lassen. Und damit es nicht unfertig aussieht, habe ich in Anlehnung an den Print der Betula, aus ein Stück SnapPap ein Blatt ausgeschnitzt.


An den Ärmelsäumen nicht. Aber hier bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob nicht doch noch Bündchen oder Manschette dran kommt. Denn obwohl ich sie ordentlich verlängert habe, wirken die Ärmel etwas knapp. Im Nachgang habe ich die Ärmel übrigens nochmal etwas enger gemacht, da sie mir für ein normales Shirt zu weit waren. Für einen Pulli finde ich die Weite dieserum ok.


Und weil mir Betula so gut gefallen hat, habe ich gleich noch eine zweite Version als Pulli genäht. Aber die zeige ich euch vielleicht wann anders...
Heute geht es in erste Linie um Orange, also meinem Driftless Cardigan. Hier noch einmal mein Outfit von Sonntag von Kopf bis Fuss. Ich war übrigens begeistert, wie gut das Rot meiner Cambag Tessa mit dem Abrikot harmoniert...

Verlinkt mit Rums, Ich nähe Bio, Bio-Linkparty, #12coloursofhandmadefashion, LilleLiebLinks
Schnitte: Driftless Cardigan von Grainline Studio, Betula von Fabelwald
Stoffe: Wolljersey Lillestoff, Mysig Tid Nopes, karamell, Jersey Foliage in taupe von Stoffversand4u
(beide gots-zertifiziert)

Mittwoch, 27. September 2017

Jacket with back tie...

... oder Modell J.
So heißt das Schnittmuster aus dem Buch "Happy Homemade Sew Chic" von Y. Tsukiori, welches ich mir für die Kategorie "Mantel" meiner MiniGarderobe herausgesucht habe. Wie der Name des Schnittes schon verrät, handelt es sich nicht um einen Mantel, sondern um eine Jacke. Eine leichte Sommerjacke. Aus Leinen. In meinem Fall Viskose-Leinen.


Der Viskose-Leinen war eine gute Wahl. Die Vorderteile fallen schön locker. Und er knittert kaum beim Tragen. Und wenn ich die Jacke mal ungeachtet in meine Tasche gestopft hatte, habe ich anschließend das knitterige Etwas für ein - zwei Tage auf den Bügel gehängt und schon war der Zustand wieder wie auf den Fotos... 

Der Schnitt ist sehr simpel. Er besteht aus dem Rückteil, zwei Vorderteilen, die sich deutlich überlappen. Diese werden an der Vorderkante doppelt umgeschlagen. Ebenso der untere Saum und die Ärmel. Der hochgeschlossene U-Boot-Ausschnitt wird mit Schrägband verstürzt. Auf die Vorderteile gehören noch rechteckige Taschen.

In die Seitennaht wird ein breiter Gürtel mit eingefasst. Die Enden des Gürtels bleiben übrigens unversäubert.


Durch den Gürtel erlangt die Jacke eine leichte Taillierung.

So knitterig sie die Jacke übrigens während/nach dem Tragen aus...
Für Frostbeulen wie mich, geht natürlich auch die Option Schleife vorne und Jacke schließen. Aber so habe ich sie wirklich nur im Notfall getragen. Weil sonderlich chic finde ich es so nicht...


Sehr dankbar war ich übrigens über die langen Ärmel. Der Schnitt sieht eigentlich 3/4-Ärmel vor. Welche optisch auch viel besser passen. Daher habe ich die Ärmel, wie auf den meisten Fotos, hochgekrempelt getragen. Es sei denn mir wurde zu frisch... Dann waren sie ratz fatz unten...

Die Erklärungen in dem japanischen Nähbuch waren sehr reduziert. 10 Sätze in dem die Arbeitsschritte erklärt werden. Zudem noch eine Seite mit Skizzen und ein Zuscheideplan. Das war's. Und mehr braucht es auch nicht. Ein geübter Anfänger mit Englischkentnissen (da auf englisch), wird die Jacke problemlos meistern.

Auf den Fotos trage ich übrigens meine zweite Lavanda von Firlefanz drunter. Und meine Girlfriend Jeans aus der Mini-Garderoben-Reihe...
Und weil Jacken nun mal über andere Kleidungsstücke getragen werden, gibt es nun noch eine kleine Reihe wie sich die Jacke in meine Minigarderobe einfügt. Ist ja Sinn des ganzen, dass alles (im besten Falle) zusammen passt.

Cheyenne mit der  Girlfriend Jeans bzw. Line Flax und Jacket with back tie...
Jumper mit Line Flax bzw.  Girlfriend Jeans und Jacket with back tie...

Eigentlich hätte noch eine Serie mit Rock und Kleid dazu gehört, aber die fehlt mangels Zeit...
Interessant finde ich übrigens, wie sich der Look mit dem Strohhut verändert.


Verlinkt mit MeMadeMittwoch, AfterWorkSewing
Schnitt: Jacket with back Tie, Modell J, Happy Homemade Vol. 1 , Sew Chic, Yoshiko Tsukiori, tuttlepublishing
Stoff: Viskose-Leinen, hell-blaugrau in dunkelbraun umgefärbt aus meinem Bestand